| Der Schwerpunktpflegebereich Wachkoma/Beatmung im Malteserstift St. Stephanus umfasst 15 Plätze. Die barrierefreien Einzelappartements sind zwischen 38 und 44 Quadratmeter groß und bieten auch Angehörigen Platz, die Zeit mit den Patienten verbringen möchten. Neben der notwendigen Technik, auch für beatmungspflichtige Patienten, wurde besonderer Wert auf eine wohnliche und freundliche Einrichtung der Zimmer gelegt. Helle Möbel und Gardinen sowie ein hochwertiger Parkettboden schaffen ein wohnliches Ambiente. Alle Appartements verfügen über eine Einbauküche, einen nassbereich, eine gemütliche Sitzecke und eine kleine Terrasse. Weiter gibt es einen Therapie- und Snoezelraum, ein Badezimmer mit spezieller Rehawanne und einen Aufenthaltsraum für Patienten und Angehörige. Für Kinder, die zu Besuch kommen, ist eingerichtet.
![]() Zur Betreuung von Wachkoma- und Beatmungspatienten gehört mehr als die reine Krankenpflege. Daher steht ein multiprofessionelles Team rund um die Uhr zur Betreuung der Patienten bereit. Dieses Team besteht aus 20 besonders qualifizierten Mitarbeitern. Das Kernteam bilden examinierte Alten- und Krankenpflegekräfte, von denen einige die Fachweiterbildung für Anästhesie und Intensivmedizin absolviert haben. Dieses Kernteam wird durch eine Musiktherapeutin, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten udn Logopäden ergänzt. Die Mitarbeiter legen großen Wert auf die Zusammenarbeit mit den Angehörigen und beziehen diese auf Wunsch in bestimmte Pflegemaßnahmen und Rehabilitation ein. Neben den Hausärzten der Patienten wird die medizinische Betreuung durch Fachärzte für Neurologie, Urologie und Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde sichergestellt. |
| Stichwort: Wachkoma
Etwa 10.000 Menschen fallen jährlich ins Wachkoma. Kinder sind dabei genauso betroffen wie Jugendliche, Erwachsene und Senioren. Ein Herzinfarkt, Schlaganfall oder Unfälle sind die häufigsten Ursachen für ein Wachkoma. Das ist ein Leben in einer Zwischenwelt zwischen Leben und Tod - ein Zustand der Bewusstlosigkeit, der sich über Jahre hinziehen kann. Das Wachkoma, auch "Apallisches Syndrom" genannt, ist ein schlafähnlicher Zustand mit offenen Augen: Der Patient ist zwar wach, kann sich aber nicht äußern, zeigt oft keine bewussten Reaktionen, er schaut ins Leere. Die Patienten nehmen ihr Umfeld wahr, können es allerdings nicht zuordnen. Durch individuelle Therapie, frühzeitige Reha-Maßnahmen und vor allem durch liebevolle Zuwendung der Bezugspersonen könnte die Hälfte aller Patienten zum Aufwachen motiviert werden. Der Schwerpunktpflegebereich für Menschen im Wachkoma und für Beatmungspatienten stellt ein individuelles Angebot dar, sie auf ihrem Weg zurück ins Leben zu begleiten. |
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| Entspannung beim Snoezelen - Entspannung für alle Sinne. |
| Im Sommer 2010 unternahmen Bewohner, Angehörige und Mitarbeiter des Wachkomabereiches einen Ausflug in den Zoo Duisburg. |
| Die Klangmassage hilft, Verspannungen zu lösen und ist damit wichtiger Therapiebestandteil. |
Schwerpunktpflege Wachkoma und Beatmung |
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